Aktivkohlewasser aus dem Hahn

Aktivkohle- oder Osmose-Wasserfilter? Ein Vergleichstest

Im folgenden Beitrag haben wir die gängigsten Filterverfahren für Haushalte gegenübergestellt. Unser Fokus liegt dabei auf den weit verbreiteten Aktivkohlefiltern und den Osmosefiltern. Beide kommen meist Zuhause im Untertisch zur Trinkwasseraufbereitung zum Einsatz.

Inhalt

Lesezeit: 5 min

  1. Wasserfilter für Trinkwasser – Tischkannenfilter, Osmosefilter und Aktivkohlefilter
  2. Tischkannenfilter: Weit verbreitet, kaum Wirkung
  3. Osmoseanlagen: Wasser- und wartungsintensiv
  4. Aktivkohleblockfilter: Zuverlässig und einfach in der Handhabung
  5. Zusammenfassung – Aktivkohlkeblockfilter und Osmosefilter im Vergleich

In den Medien wird immer wieder über verunreinigtes Trinkwasser berichtet – zuletzt Anfang Februar in der Nähe von Krefeld (RP-Arktikel). Bei Routine-Kontrollen wurde im Bereich Hüls eine Belastung des Trinkwassers mit Enterokokken festgestellt. Da dieses Bakterium bei immungeschwächten Personen Durchfall auslösen kann, rief das Gesundheitsamt dazu auf, ganz auf Leitungswasser zu verzichten oder es vor Gebrauch abzukochen. Dieser Vorfall verdeutlicht zweierlei:

Einerseits zeigt er, dass Leitungswasser eines der bestkontrolliertesten Lebensmittel ist (https://www.living-water.eu/leitungswasser-trinken-aber-sicher/). Denn es erfolgen regelmäßige Messungen und Tests, die größeren Schaden abwenden.

Andererseits schürt die Belastung des Trinkwassers in Krefeld Zweifel. Denn eins ist klar: Es finden zwar routinemäßig Messungen bestimmter Substanzen statt. Aber was ist mit Schadstoffen im Trinkwasser, die bei den Kontrollen (noch) nicht vorgesehen sind (z.B. Hormone im Trinkwasser)?

1. Wasserfilter für Trinkwasser: Tischkannenfilter, Osmosefilter und Aktivkohlefilter

Aufgrund dieser Unsicherheiten entscheiden sich viele Verbraucherinnen und Verbraucher für die Anschaffung eines Wasserfilters. Dabei sind die Qualitätsunterschiede groß und reichen von einer vermeintlichen Geschmacksverbesserung (Tischkannenfilter) über eine vollständige Demineralisierung des Wassers (Umkehrosmose) bis hin zu einer hohen Schadstoffrückhaltung (Aktivkohleblockfilter).

Im Folgenden sollen die drei gängigsten Methoden kurz vorgestellt werden: Tischkannenfilter, Osmoseanlage und Aktivkohleblockfilter. Verfahren wie der Ionentauscher, der fast ausschließlich Kalk entnimmt und kaum Schadstoffe filtert sowie die Dampfdestillation, die aufgrund des Aufwands und der Kosten vor allem in der Industrie zum Tragen kommt, werden an dieser Stelle ausgespart.

2. Tischkannenfilter: Weit verbreitet, kaum Wirkung

Das Funktionsweise von Tischfiltern ist schnell erklärt: Wasser läuft durch eine lose Schüttung von Aktivkohle. Dort lagern sich organische Stoffe ab, weshalb nach einer gewissen Literzahl der Filter gewechselt werden muss.

Im Jahr 2015 testete die Stiftung Warentest neun dieser Tischkannenfilter und kam zu dem Schluß: „Gut filtert keiner“. Vielmehr ist das Gegenteil der Fall. Denn dadurch, dass die wenigsten Filter im Kühlschrank aufbewahrt werden, vermehren sich die im Wasser vorhandenen Keime.

Auch die Annahme, dass das Trinkwasser durch den Tischkannenfilter dauerhaft „weicher“ wird, konnte nicht bestätigt werden. Tischkannenfilter, so unser Resümee, eignen sich nicht für eine wirksame Entnahme von Schadstoffen.

3. Osmoseanlagen: Wasser- und wartungsintensiv

Im Gegensatz zu Tischkannenfiltern entnimmt die Umkehrosmose alles aus dem Trinkwasser – Schadstoffe, aber auch wichtige Mineralien. Die Hyperfiltration funktioniert durch ein mechanisches Verfahren: Wasser wird mit Druck durch eine halbdurchlässige Membran aus Komososit-Kunststoff gepresst, welche nur für Wassermoleküle durchlässig ist. Das heißt, dass zwar Nitrat und Nitrit herausgefiltert werden können, aber eben auch wichtige gesunde Mineralien wie Magnesium und Calcium.

Die fast vollständige Reinigung des Wassers bringt einige Nachteile mit sich: Zuallererst produzieren Osmoseanlagen Unmengen an Abwasser – pro gereinigtem Liter Osmosewasser werden bis zu 10 Liter Leitungswasser benötigt. Wichtig ist auch, dass das hergestellte Osmosewasser sauer ist. Es weist einen pH-Wert zwischen 4,5 und 5,5 auf. Über die gesundheitlichen Nebenwirkungen von Osmosewasser ist allerdings noch nicht viel bekannt. Da aber neutrales Wasser einen pH-Wert von 7,0 hat, erscheint die Frage danach durchaus berechtigt. Da sich für Osmosewasser mittlerweile der Begriff des „toten Wassers“ eingebürgert hat, reichern die meisten Hersteller das hyperfiltrierte Wasser im Nachhinein mit Mineralien an – auch, um ihm wieder Geschmack zu geben.
Nicht zuletzt – und das ist für den Alltag der Verbraucherinnen und Verbraucher relevant – sind Osmoseanlagen sehr wartungsintensiv. Es gibt je nach Hersteller mehrere Vor- und Nachfilter, die zu unterschiedlichen Zeitpunkten gereinigt oder ausgetauscht werden müssen. Erfahrungsgemäß ist vor allem die Erneuerung der künstlichen Filtermembran aufwändig, so dass ein Handwerksbetrieb hinzugezogen werden sollte.

4. Aktivkohleblockfilter: Zuverlässig und einfach in der Handhabung

Aktivkohle gehört zu bewährtesten Methoden der Wasserfilterung. Aber Kohle ist nicht gleich Kohle. Im Gegensatz zu der losen Granulat-Schüttung, die in den meisten Tischkannenfiltern zum Einsatz kommt, entfaltet der Aktivkohleblockfilter seine Wirkung am besten in Form eines gepressten Blockfilters:

Aktivkohlefilter Struktur

Aktivkohleblockfilter werden in der Regel direkt an den Wasserkreislauf angeschlossen, zum Beispiel als Untertischsystem in der Küche. Das Leitungswasser wird durch Druck in den Aktivkohleblockfilter gelenkt und läuft dort durch unterschiedliche Schichten und Poren, so dass fast alle Schadstoffe entnommen werden (https://www.living-water.eu/aktivkohleblockfilter-technologie/).

Wie funktionieren Aktivkohleblockfilter?

Aktivkohleblockfilter weisen einen dreifachen Reinigungseffekt auf:

  1. Die feinen Kohleporen sieben Schadstoffe heraus, so dass Rost, Asbest, Mikroplastik oder auch Bakterien mechanisch aus dem Wasser entfernt werden.
  2. Aktivierte Kohle besitzt katalytische Eigenschaften, so dass Schadstoffe wie Chlor oder FCKWs durch einen chemischen  Umwandlungsprozess entnommen werden.
  3. Aktivkohle besitzt zudem die Eigenschaft, Stoffe an der Oberfläche festzuhalten. Dieser Magneteffekt wirkt absorptiv und bindet demnach auch kleinere Partikel wie Pestizide, Hormone oder Medikamentenrückstände.

Der Vorteil dieser Methode ist der, dass Schadstoffe umfänglich entnommen, aber lebenswichtige und geschmacksbildende Mineralien im Wasser verbleiben – was gleichzeitig auch einen Nachteil bedeutet. Denn da gelöste Inhaltsstoffe nicht gefiltert werden können, bleiben auch Kalk, Nitrat oder Nitrit im Wasser.

Der Aktivkohleblockfilter hat eine hohe Aufnahmekapazität. Ist die Aktivkohle vollständig gesättigt, kann es zu einem verringerten Wasserdurchfluss kommen. Dies ist ein Zeichen dafür, dass der Filter gewechselt werden sollte, was in der Regel nach ca. 6 Monaten der Fall sein kann. Der Filterwechsel bei Untertischgeräten ist erfahrungsgemäß einfach zu bewerkstelligen.

5. Zusammenfassung: Aktivkohlefilter und Osmosefilter im Vergleich

Da Tischkannenfilter so gut wie keine Schadstoffe entnehmen, stellt sich für Verbraucherinnen und Verbraucher die Frage: Was soll es werden? Ein Aktivkohleblockfilter oder eine Osmoseanlage?

Deutlich wird hier, dass die Vorteile des Aktivkohleblockfilters überwiegen: Er filtert die wichtigsten Schadstoffe wie Schwermetalle, Asbest, Pestizide, Medikamentenrückstände, Chlor, organische Verbindungen wie Hormone und Bakterien heraus. Aber auch hier trennt sich die Spreu vom Weizen. Aktivkohleblock ist nicht gleich Aktivkohleblock! Die Rückhaltequoten hängen stark von der Porendichte, der verwendeten Kohle und vom Sinter-Verfahren („Back-Verfahren“) ab.

Im Gegensatz zur Umkehrosmose verbleiben also die wichtigen Mineralien im Wasser – was aber gleichzeitig auch den einzigen Nachteil des Aktivkohleblockfilters darstellt: Er filtert keinen Kalk, Nitrat und Nitrit.

Dennoch sind wir der Meinung, dass er aufgrund seiner sehr hohen Schadstoffrückhaltequoten und seiner unkomplizierten und kostengünstigen Anwendung der Osmoseanlage überlegen ist. Nicht zuletzt, da Aktivkohle – anders als die kunststoffgeleitete Umkehrosmose – ein Naturprodukt ist, welches als nachwachsender Rohstoff CO2-neutral produziert und recycelt werden kann.

Aktivkohleblockfilter von Carbonit – unabhängig begutachtet und zertifiziert

Um den eingangs erwähnten Zweifeln und Unsicherheiten bezüglich der Trinkwasserfilterung etwas entgegenzusetzen, hat sich das Unternehmen Living Water für den Einbau des Aktivkohleblockfilters von Carbonit entschieden. Dies ist gegenwärtig der einzige verbaute Filter auf dem Markt, dem unabhängige Gutachter eine umfängliche Wirksamkeit bescheinigen – zum Beispiel der TÜV, die TU Berlin oder die Universität Bielefeld (https://www.living-water.eu/aktivkohleblockfilter-technologie/).

Er ist zugleich das Herzstück des Living Tap: ein Untertischgerät, mit dem die Verbraucherinnen und Verbraucher stilles und gesprudeltes Wasser direkt aus dem Hahn zapfen können.

Da Wasserfilterung Vertrauenssache ist, bedarf es vor allem individueller Lösungen. Aus diesem Grund bietet Living Water keine Mischpatronen an, sondern ergänzende Filterstufen: Je nach Region, Wasserqualität und Vorliebe können zum Beispiel ein Entkalkungs- oder auch ein Sedimentfilter sinnvoll sein.
Mehr Informationen über Wasser, Filtertechnologien oder Schadstoffe haben wir für Sie in unserem Wasserratgeber aufgeführt.

+49 211 43639333

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