Mikroplastik im Trinkwasser
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Mikroplastik im Körper -ist es gefährlich?

Wo kommt es her und was können wir gegen Mikroplastik im Körper tun?


Inhalt

1.  Plastik im Körper – eine ungefährliche Angelegenheit?
2.  Pro Woche verzehren wir eine Kreditkarte 
3.  Umweltverbände schlagen Alarm
4.  Mikroplastik in Lebensmitteln
5.  Stammt das Mikroplastik aus Verpackungsmaterial?
6.  Plastik vermeiden – aber wie?
7.  Fazit: Mikroplastik ist gefährlich – nicht nur für den menschlichen Körper
8.  Die Lösung: #unverpackt trinken

1.   Plastik im Körper – eine ungefährliche Angelegenheit?

Ein Blick in die einschlägigen Tages- und Wochenzeitungen zeigt: Mikroplastik ist ein Problem, welches immer mehr Menschen beschäftigt. Die gerade veröffentlichte Studie der Weltgesundheitsorganisation WHO greift dieses Thema auf und bezieht sich vor allem auf Mikroplastik im Trinkwasser. Dabei kommt die WHO nur scheinbar zu einem beruhigenden Ergebnis: Sie stellt zwar fest, dass Mikroplastik im Körper auf dem jetzigen Niveau kein Gesundheitsrisiko darstellt. Gleichzeitig bemängelt die Studie aber, dass zu wenig seriöse Studien darüber existieren würden. Aus diesem Grund ist die Studie für Bettina Taylor vom BUND wenig glaubhaft (Presseartikel).

Taylor kritisiert die Veröffentlichung, da sie sich auf zu viel zu wenige und viel zu alte Untersuchungen beziehe, die zum Teil an Tieren (!) vorgenommen wurden. Vor diesem Hintergrund stimmt uns ein Beispiel besonders nachdenklich: Die WHO gibt Entwarnung bei Mikroplastikpartikeln, die größer als 150 Mikrometer sind, da diese nicht vom Darm aufgenommen werden. Allerdings sind die Partikel, die im Trinkwasser vorkommen, in der Regel kleiner als 100 Mikrometer. Außerdem vermuten österreichische WissenschaftlerInnen, dass Mikroplastik-Partikel das Körpergewebe schädigen könnten (Pressemitteilung Umweltbundesamt). Da die Partikel zum Teil scharfe Kanten aufweisen, sei es möglich, dass sie die Darmwand angreifen. Hinzu kommt, dass die Zersetzung der Partikel im Magen da zu führen kann, dass Mikroplastik in den Blutkreislauf gelangt. All diese Thesen sind plausibel, aber noch nicht geklärt. 

Wir sind daher der Meinung, dass die WHO-Studie bezüglich der Auswirkungen von Mikroplastik im Körper diskussionswürdig ist. Aus diesem Grund haben wir für euch die wichtigsten Studien darüber nochmals zusammengefasst.

2. Pro Woche verzehren wir eine Kreditkarte 

Im Mai dieses Jahres veröffentlichten Wissenschaftlerinnen der University of Newcastle eine neue Auswertung verschiedenster Studien über die Aufnahme von Mikroplastik (Analyse für den WWF). Im Fokus der Studie standen Daten über unsere Atemluft, Ernährung und Getränke. Die Ergebnisse sind alarmierend: Ein Mensch nimmt im Durchschnitt bis zu fünf Gramm Mikroplastik pro Woche auf, was der Größe einer Kreditkarte entspricht. Noch alarmierender: Das Plastik ist in unserem Trinkwasser. Sei es nun Leitungswasser, Flaschenwasser, Grundwasser oder Oberflächenwasser – überall konnten Plastikfasern gefunden werden.

Quelle Abbildung: https://www.wwf.de/fileadmin/fm-wwf/Publikationen-PDF/WWF-Report-Aufnahme_von_Mikroplastik_aus_der_Umwelt_beim_Menschen.pdf, S. 4: „Geschätzte Aufnahme von Mikroplastik über den Verzehr üblicher Lebensmittel und Getränke (Teilchen(0-1 mm) pro Woche)“

Kein Wunder also, dass Mikroplastik auch im Stuhl von Menschen nachgewiesen wurde (Pressemitteilung Umweltbundesamt). Diesbezüglich kommt die oben genannte WHO-Studie – trotz aller berechtigter Kritik – zu einem für uns interessanten Ergebnis:

In unserem Leitungswasser ist erheblich weniger Mikroplastik entdeckt worden als in Flaschenwasser!

Eine einfache Lösung wäre es deshalb, auf Mineralwasser zu verzichten und #unverpackt zu trinken. Dazu erfahrt ihr weiter unten mehr. 


3. Umweltverbände schlagen Alarm

Der WWF hat festgestellt, dass mehr als 75 Prozent des gesamten jemals produzierten Plastiks Müll ist. Das Einwegmaterial gelangt durch fehlende oder falsche Entsorgung in die Umwelt. Mittlerweile ist hinreichend bekannt, dass die gewaltigste Müllkippe der Welt derzeit im Pazifikschwimmt. Sie ist viermal größer als Deutschland und besteht aus Kanistern, Spielzeug, Tüten oder Flipflops. Meeressäuger und Seevögel verenden, weil sie Plastik mit Nahrung verwechseln – sie verletzen sich an den scharfen Kanten oder verhungern. Neben diesen gefährlichen und sichtbaren Gegenständen ist es jedoch noch immer das Mikroplastik, welches Rätsel aufgibt. Die Partikel sind in der Regel kleiner als 5mm und lösen sich durch Abrieb, Sonneneinstrahlung und Meerwasser. Sie begeben sich auf Reisen und selbst die Tiefseeökologie weiß nicht genau, wo sich die Teile befinden (NCBI). 

4. Mikroplastik in Lebensmitteln

Auf dem Land sieht das etwas anders aus. Eine österreichische Studie identifiziert mehrere Hotspots, an denen Mikroplastik in hoher Dichte vorkommt: Kläranlagen, industrielle Abwässer und Gebiete, die durch Reifenabrieb belastet sind. In geringen Mengen kommt es auch in Kosmetik und Lebensmitteln vor. Eine Pilotstudie der Medizinischen Universität Wien scheint dies zu bestätigen: Erstmals wurde Plastik im Stuhl von Menschen nachgewiesen. Die acht ProbandInnen, die auf verschiedenen Kontinenten leben, nahmen im Studienzeitraum alle in Plastik verpackte Lebensmittel zu sich und tranken aus PET-Flaschen (Umweltbundesamt). Und da sich vor allem Polypropylen (PP) und Polyethylenterephthalat (PET) in den Proben nachweisen ließen, liegt der Schluss nahe, dass Mikroplastik vor allem durch Verpackungsmaterialien in unseren Körper gelangt.

5. Stammt das Mikroplastik aus Verpackungsmaterial?

Wissenschaftlich bestätigt ist diese Aussage jedoch nicht. Es bedarf einer größeren repräsentativen Reihenuntersuchung, um die Zusammenhänge zwischen Verpackung und Mikroplastik im Körper klar nachweisen zu können. Allerdings kommt eine Studie des Chemischen und Veterinäruntersuchungsamt Münsterland-Emscher-Lippe zu ähnlichen Ergebnissen. Hier wurden insgesamt 22 Mineralwässer aus Ein- und Mehrwegflaschen untersucht. Und auch hier weisen die Messungen darauf hin, dass Kunststoffverpackungen Mikroplastikpartikel emittieren können („Mikroplastik in der menschlichen Ernährung“).

6. Plastik meiden – aber wie?

Mikroplastik aus Mülltüten, Strohhalmen und Plastikbechern haben auf unseren Tellern, in unseren Flaschen und in unseren Cremes nichts zu suchen. Mittlerweile gibt es viele Tipps und Tricks, wie sich Plastik vermeiden lässt. Neben den weitestgehenden Verzicht auf Verpackungsmaterialien und der sorgfältigeren Wahl von Kosmetikprodukten scheint jedoch vor allem die Vermeidung von PET-Flaschen zielführend zu sein. Denn wie die WHO-Studie zeigt, ist unser Leitungswasser zwar nicht mikroplastikfrei; es ist aber immerhin nicht so verschmutzt wie so manches Mineralwasser.

Der WWF hat einige Tipps zusammengetragen, die sich für uns als alltagstauglich erwiesen haben: Auf Einweg-Tüten oder -Geschirr verzichten, Gemüselose kaufen, Müll trennen, auf Kleidung aus Naturprodukten achten, keine Kosmetik mit Plastik kaufen und vieles mehr. Schaut einfach mal rein!

7. Fazit: Mikroplastik ist gefährlich – nicht nur für den menschlichen Körper

Auch wenn die WHO-Studie Entwarnung gibt, so zeigt der Blick in die oben aufgeführte Forschungslandschaft, dass Mikroplastik in vielerlei Hinsicht gefährlich sein kann:

a.    Mikroplastik findet vor allem über Wasser, Verpackungen, Lebensmittel und Kosmetik den Weg in unseren Körper. Wie schädlich es sich am Ende auf unseren Organismus auswirken wird, werden wir erst durch Langzeitstudien feststellen können. Vermutet wird, dass die scharfen Kanten der Partikel das Gewebe schädigen und dass Mikroplastik durch die Zersetzung im Magen in den Blutkreislauf gelangen kann.

b.    Mikroplastik belastet nicht nur den menschlichen Körper, sondern stellt zudem eine große Gefahr für unsere Umwelt dar. Außerdem verenden tagtäglich unzählige Tiere an den Plastik- Müllbergen in unseren Ozeanen.

c.    Wir sind verantwortlich für uns und unsere Welt. Jeder einzelne kann im Alltag seinen Teil dazu beitragen, die Umwelt weniger mit Plastikmüll zu belasten.


8. Die Lösung: #unverpackt trinken 

Wir von Living Water haben uns zum Ziel gesetzt, dem Wasserkonsum aus Plastikflaschen ein Ende zu bereiten. Denn damit schlagen wir gleich zwei Fliegen mit einer Klappe: Durch die Vermeidung von Plastikverpackungen werden Gesundheit und Umwelt geschont.

Für uns steht fest: Die einfachste und auch bequemste Art und Weise, Mikroplastik im Körper zu vermeiden und dabei auch noch Zeit und Geld zu sparen, ist unser Tap. Mit ihm kannst du gefiltertes, stilles, gekühltes und gesprudeltes Wasser direkt aus dem Hahn zapfen. So vermeidest du mit unserem LivingTap PET und lebst gesünder und nachhaltiger.

Hinzu kommt, dass der LivingTap das Wasser aus dem Hahn mikroskopisch fein filtert. Dank zertifizierter Aktivkohleblock-Technologie der Firma Carbonit werden Mikroplastik (> 0,45 Mikrometer) und sogar Medikamentenrückstände oder Hormone heraus gefiltert. Und das ist auch gut so, denn Arzneimittelrückstände und Hormone haben im Trinkwasser ebenso wenig zu suchen wie Mikroplastik.


Wir sind davon überzeugt, dass wir nicht nur Umdenken, sondern auch Umhandeln müssen. Fangen wir beim Flaschenkonsum an! 

Sei dabei und hilf uns, die Welt schön zu trinken!

+49 211 43639333

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